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19 Feb 2019

Drei Jahre Fahrradwerkstatt in der Pfarrhausgarage

Bild könnte enthalten: Fahrrad

Die „Mobilen Nachbarn in Schildgen” kümmern sich seit drei Jahren im ehrenamtlichen Engagement für Bedürftige. Die Bilanz kann sich sehen lassen, am Sonntag wird gefeiert.

Im Jahr 2016 startete die kath. Kirchengemeinde Herz Jesu Schildgen den Aufruf zur ehrenamtlichen Beteiligung an der Initiative „Mobile Nachbarn in Schildgen”. Das im Zuge der Flüchtlingshilfe entstandene Projekt zur Unterstützung von benachteiligten Mitmenschen mit Fahrrädern sollte auf eine nachhaltige Spur gesetzt und damit zur dauerhaften Einrichtung werden.

Mitte Februar fand das erste Treffen der interessierten Mitstreiter statt und am 19. März öffnete zum ersten Mal die Fahrradwerkstatt in der Garage des Pfarrhauses an der Altenberger-Dom-Straße ihr Tor. Seitdem wurden dort über 500 gebrauchte Fahrräder überprüft, in einen verkehrssicheren Zustand gebracht und an bedürftige Mitbürger in Bergisch Gladbach und darüber hinaus abgegeben.

Seit Juli 2017 arbeiten die Schildgener in enger Kooperation mit den ehrenamtlichen Fahrradwerkstätten in den Ortsteilen Paffrath und Lückerath zusammen und bilden damit unter der einheitlichen Marke „Mobile Nachbarn“ des Erzbistums Köln den „Mobile Nachbarn – Initiativen Verbund GL“.

Menschen in prekären Lebenssituationen wird auch dadurch geholfen, dass ihre vorhandenen Räder repariert werden bzw. ihnen Hilfe zur Selbsthilfe angeboten wird. Gemeinsam mit Flüchtlingen und Gladbacher Bürgern hatten die Mitglieder der Initiative auch viel Spaß bei zahlreichen Fahrradtouren.

Diese wurden und werden wieder an jedem letzten Sonntag im Monat der Fahrradsaison (März bis September) zu unterschiedlichen Zielen ins Umland durchgeführt. Frauen, zumeist mit Flüchtlings- oder Migrationshintergrund, konnten bei Radfahrschulen, die zweimal im Jahr als Intensiv-Kurs speziell für Anfängerinnen angeboten werden, das Fahrradfahren erlernen.

Besondere Highlights im letzten Jahr waren die vom Ford-Fund unterstützten Projekttage unter dem Motto „Radfahrsicherheit für Flüchtlinge“ und die Übergabe von zehn neuen Fahrrädern an finanziell benachteiligte Grundschulkinder, ermöglicht durch das durch Spenden finanzierte Förderprogramm „Mobilität erlernen“.

Über die Aktion im letzten Jahr berichtete Laura Geyer: Grundschüler freuen sich über nagelneue Fahrräder.

Diesen Erfolg und das dreijährige Bestehen möchte die Initiative gerne am Sonntag, dem 24. Februar feiern. Daher ergeht eine herzliche Einladung in ökumenischer Verbundenheit an die beiden Kirchengemeinden, an die Mitglieder der Willkommensinitiativen und an alle alten und neuen Nachbarn.

Darüber hinaus an alle Freunde, Partner und Sponsoren und die, die es noch werden wollen. Es gibt Kölsch, andere Getränke und ein abwechslungsreiches Suppen-Buffet. Gestartet wird nach der Messe gegen 12:30 Uhr im Pfarrsaal der Herz Jesu Kirche in Schildgen.

Der Erlös der Veranstaltung geht zu Gunsten des Förderprogramms “Mobilität erlernen” zur Unterstützung von benachteiligten Kindern.

Ab Samstag, dem 09.03.2019 ist dann auch das Ende der aktuellen Winterpause erreicht und die Helfer der Initiative wieder in bewährter Verlässlichkeit, jeden Samstag von 10:00 bis 12:00 Uhr, für alle Belange rund um das Fahrrad in und an der Pfarrhausgarage der Herz Jesu Kirche anzutreffen. Auch Fahrradspenden können ab dann wieder abgegeben werden.

Bild könnte enthalten: 5 Personen, Personen, die lachen, Personen, die stehen und im Freien

Michael Funcke für Mobile Nachbarn auf in-gl.de



08 Jan 2019

2018 – Der Jahresrückblick in Bildern

Ein ereignisreiches Jahr 2018 – das dritte seit Gründung – liegt hinter dem Ehrenamtsteam der „Mobilen Nachbarn“.

Wir haben in Schildgen weitere 160 Fahrräder (in Summe seit Gründung deutlich über 600 Fahrräder im Verbund) instandgesetzt und verkehrssicher an bedürftige Menschen ausgegeben. Zwei Radfahrschulungen für (geflüchtete) Frauen und zahlreiche Radtouren wurden durch uns geplant und begleitet. Auf dem Schildgener Dorffest und dem Stadt- und Kulturfest haben wir uns engagiert. Besondere Highlights waren im April die Ford-Projekttage unter dem Motto „Radfahrsicherheit für Flüchtlinge“ und die Übergabe von zehn Rädern an Grundschulkinder unterstützt durch unser Förderprogramm „Mobilität erlernen“. Am 11.12. trafen wir uns zum Abschluss des Jahres erneut zur gemeinsamen Adventsfeier.

Wir sagen herzlichen Dank an alle unsere Unterstützer, Helfer, Partner, Spender und Sponsoren, ohne die unser Engagement in diesem Umfang nicht möglich gewesen wäre.



15 Dez 2018

Was machen wir? | Winterpause

15.12.2018 bis 02.03.2019

Ein ereignisreiches Jahr 2018 – das dritte seit Gründung – liegt hinter dem Ehrenamtsteam der „Mobilen Nachbarn“ und die Fahrradsaison – zumindest für die Genuss- und Freizeitradler – ist längst zu Ende.

Wir haben in Schildgen weitere 160 Fahrräder (in Summe seit Gründung deutlich über 600 Fahrräder im Verbund) instandgesetzt und verkehrssicher an bedürftige Menschen ausgegeben. Zwei Radfahrschulungen für (geflüchtete) Frauen und zahlreiche Radtouren wurden durch uns geplant und begleitet. Auf dem Schildgener Dorffest und dem Stadt- und Kulturfest haben wir uns engagiert. Besondere Highlights waren im April die Ford-Projekttage unter dem Motto „Radfahrsicherheit für Flüchtlinge“ und die Übergabe von zehn Rädern an Grundschulkinder unterstützt durch unser Förderprogramm „Mobilität erlernen“. Am 11.12. trafen wir uns erneut zur gemeinsamen Adventsfeier.

Anschließend müssen auch wir einmal durchatmen, damit wir im neuen Jahr dann wieder „kräftig in die Pedale treten können“ und unsere Unterstützung für bedürftige Menschen „wieder Fahrt aufnimmt“.

Im oben genannten Zeitraum finden daher keine Fahrradannahmen oder -ausgaben statt. Auch der allgemeine Reparaturbetrieb wird in Schildgen ruhen. In dringenden Fällen stehen aber die Kollegen in Paffrath und Lückerath zur Verfügung.

Ab Samstag, dem 09.03.2019 sind wir dann wieder in bewährter Verlässlichkeit, jeden Samstag von 10:00 bis 12:00 Uhr für alle Belange rund um das Fahrrad in und an der Pfarrhausgarage der Herz Jesu Kirche anzutreffen.



21 Nov 2018

Aktuelles – Neues – News | November 2018

Newsletter #7/18

> Was machen wir? | Adventsfeier – Schildgener Adventskalender 2018
Einladung an „Alte und Neue Nachbarn“

Ausblick | Mobilität erlernen 2019 – Fahrräder für bedürftige Grundschulkinder
– Finanzhilfen dringend benötigt

Was machen wir? | Winterpause – 15.12.2018 bis 02.03.2019

Partner | MTB Rhein Berg e.V. – Workshops mit Jugendlichen
zur Instandsetzung von Fahrrädern für Flüchtlinge

 

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19 Sep 2018

Aktuelles – Neues – News | September 2018

Newsletter #6/18

> Was machen wir? | Natur gut erfahren – Fahrradtour am Sonntag, dem 30.09.2018
für „Alte und Neue Nachbarn“

Social Networking
| Mobile Nachbarn – Instagram
ab sofort mit eigenen Inhalten

> Unterschriften-Sammelaktion | Volksinitiative Aufbruch
Fahrrad – Jetzt unterschreiben!
gemeinsam für eine moderne Radinfrastruktur in NRW

 

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26 Aug 2018

„Monte Troodelöh erfahren“ – Mobile Nachbarn auf Tour

zum höchsten Punkt Kölns (118,04m) im Königsforst gelegen über das Wildgehege in Köln Brück und Einkehr in der Gaststätte Klausmann in Bensberg

de.wikipedia.org/wiki/Monte_Troodelöh



06 Jun 2018

stadtradeln – der Umwelt zuliebe

„Initiativen Verbund GL“ mit seinem Team #VELOVEGL

Mitradler gesucht

Mach mit! Gemeinsam mit dem Verbund der ehrenamtlichen Radwerkstätten.

Ziel der Kampagne STADTRADELN ist es, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, ein Zeichen für vermehrte Radförderung in der Kommune zu setzten – und letztlich Spaß beim Fahrradfahren zu haben!

Ganz Deutschland radelt um die Wette und Bergisch Gladbach ist zusammen mit dem Rheinisch-Bergischen-Kreis zum aller ersten Mal mit dabei. Dieses Engagement unserer Kommune wollen wir gerne unterstützen und gleichzeitig auch auf unsere Ziele und Aktivitäten aufmerksam machen.

Innerhalb von 21 zusammenhängenden Tagen sammeln wir und alle anderen registrierten Teams möglichst viele Fahrradkilometer.

Aktionszeitraum: 10.06. bis 30.06.2018

Dabei geht es darum, die Lust am Fahrradfahren zu wecken und dafür zu sensibilisieren, dass das Fahrrad auch im Alltag ein geeignetes Verkehrsmittel sein kann. Die Aktion soll damit auch einen Anstoß dazu geben, die Rahmenbedingungen für das Fahrradfahren zu verbessern. Weiterhin sollen so auch Feinstaub und CO2 eingespart werden.

Details unter https://www.stadtradeln.de/rheinisch-bergischer-kreis/

STADTRADELN ist eine super Kampagne des Klima-Bündnis zur Fahrradförderung und zum Klimaschutz.

Hier unserem Team #VELOVEGL beitreten: https://www.stadtradeln.de/index.php?&id=171&team_preselect=353351

Mehr Infos unter:
http://www.stadtradeln.de/
www.facebook.com/stadtradeln



07 Mai 2018

“Radfahrsicherheit für Flüchtlinge” – Schläuche flicken, Bremsen prüfen

Ford-Projekttage ein voller Erfolg – 18 Fahrräder instandgesetzt

Gemeinsam stark – Ehrensache

Insgesamt 18 gebrauchte Fahrräder wurden in den zwei Tagen unter dem Motto „Radfahrsicherheit für Flüchtlinge“ in Punkto Verkehrssicherheit und Funktion begutachtet und dahingehend instandgesetzt. Ford Beschäftigte, Ehrenamtler der Initiative „Mobilen Nachbarn“ und Zweirad-Mechaniker des Caritas/Diakonie Radwerk und der Radstation Bergisch Gladbach haben zusammen mit den Teilnehmern – vorwiegend mit Flüchtlings-Hintergrund – alles gegeben und dabei sehr viel Spaß gehabt.

Am Schluss des zweiten Tages konnten vier jungen Damen mit ihren neuen Rädern den Heimweg antreten. Die vier Jungs aus der gleichen Sprachförderklasse des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums hatten ihre mitgebrachten Räder endlich wieder in einem verkehrssicheren Zustand. Das am Vormittag erlernte Wissen in Theorie und Praxis konnten die gesamte Gruppe somit dann auf dem Heimweg direkt umsetzen. Parallel zu diesen Aktivitäten erlernten vier Frauen, die bislang noch nicht gelernt hatten Fahrrad zu fahren, diese Fähigkeit.

Bereits am ersten Tag hatte sich eine knapp 20-köpfige Gruppe aus Asylbewerbern und Asylgästen mit dem Thema Radfahren in Deutschland beschäftigt und beim praktischen Training die Radfahrkompetenz verbessert. Hierbei konnten die beiden Trainerinnen der Radfahrschule Köln und des ADFC ihr professionelles Können und ihre Erfahrung speziell im Umgang mit Flüchtlingen voll ausspielen.

Damit während der verschiedenen Trainingsmaßnahmen keiner der Teilnehmer sowie der Helfer schwächeln musste, wurden alle in bewährter Qualität und mit besonderem Service durch das Begegnungscafé „Himmel und Ääd“ über den Tag mit Kaltgetränken, Kaffee und Tee und beim gemeinsamen Mittagessen bestens versorgt.

Ich bin den vielen helfenden Händen und den Menschen, die ich bei diesem Projekt erleben durfte und auch neu kennengelernt habe unwahrscheinlich dankbar. Es hat mir sehr viel Spaß und Freude bereitet mit unseren „Neuen Nachbarn“ erneut in Kontakt gekommen zu sein und ihnen beim „Warmwerden“ in Deutschland ein klein bisschen unter die Arme gegriffen zu haben. Gemeinschaftliches Engagement, Mitmachen und dadurch Mitwirken bringen das Miteinander in Fahrt. Sehr gerne natürlich auch per Fahrrad.

Ich freue mich auf die kommenden Aktivitäten wie z.B. die regelmäßigen Fahrradtouren und natürlich die Begegnungen an der Fahrradwerkstatt in der Pfarrhausgarage der Herz Jesu Kirche.

Michael Funcke (Koordinator „Mobile Nachbarn in Schildgen“)

 

Auch der Kölner Stadtanzeiger berichtete am 28. April 2018 in der Wochenendausgabe über die Ford-Projekttage in einem sehr informativen Artikel:



29 Apr 2018

„Tierisch Wild erfahren“ – Mobile Nachbarn auf Tour

zum Wildpark Reuschenberg in Leverkusen

 



20 Apr 2018

Grundschüler freuen sich über nagelneue Fahrräder | Bürgerportal Bergisch Gladbach

von Laura Geyer

Nicht alle Familien können ihren Kindern ein eigenes Fahrrad kaufen. In diese Lücke sind die „Mobilen Nachbarn“ gesprungen: Mit der Wilhelm Daume GmbH als Partner haben sie Grundschüler mit Jugendrädern ausgestattet.

Dass sie heute ein ganz besonderes Geschenk bekommen würden, schien den sechs Grundschülern noch nicht ganz klar sein. Etwas verloren standen sie vor dem „Daume“ in Schildgen, umringt von Eltern, Schulleitern, Ehrenamtlern der „Mobilen Nachbarn“ und Mitarbeitern des Haushaltsgeschäfts.

Vorsichtig beäugten sie die leuchtend blauen Fahrräder, die da in Reih und Glied auf sie warteten, doch die Dritt- und Viertklässler mussten sich noch ein wenig gedulden: „Wie das immer so ist, müssen die Erwachsenen erst mal ein paar Worte an die anderen Erwachsenen richten“, sagte Michael Funcke in Richtung der eigentlichen Hauptpersonen des Nachmittags.

Funcke ist Koordinator der „Mobilen Nachbarn Schildgen“, die das Förderprogramm „Mobilität erlernen – Fahrräder für bedürftige Kinder“ zusammen mit den zwei anderen ehrenamtlichen Radwerkstätten in Paffrath und Lückerath auf die Beine gestellt haben.

Ziel des Projekts war es, allen Grundschülern die Teilnahme an den Fahrradschulungen und -prüfungen der 4. Klasse zu ermöglichen – mit einem geeigneten Jugendrad und einer passenden Sicherheitsausstattung.

Dorothea Wahle, Geschäftsführerin der Wilhelm Daume GmbH in Schildgen, hatte die insgesamt zehn Fahrräder zum Einkaufspreis zur Verfügung gestellt.

Insgesamt hat das Projekt ein Volumen von 4000 Euro. Das Geld kam zu einem Großteil vom Erzbistum Köln, außerdem aus den Einnahmen eines Benefizkonzertes mit dem syrisch-palästinensischen Pianisten Aeham Ahmad, das das Schildgener Begegnungscafé Himmel & Ääd letztes Jahr organisiert hatte, sowie aus privaten Einzelspenden. Hier hob Funcke eine großzügige Spende in Höhe von 700 Euro hervor, aus einer Geburtstags-Sammelaktion.

Funcke erinnerte auch daran, dass die Mobilen Nachbarn jede ehrenamtliche Unterstützung gebrauchen können, die sie bekommen. Vor allem Schrauber – und Schrauberinnen, wie Funcke betonte – würden in der Radwerkstatt dringend benötigt.

Und dann waren endlich die Kinder an der Reihe. Insgesamt zehn, von den fünf Grundschulen Katterbach, Paffrath, Heidkamp, Moitzfeld und Herkenrath – von denen sechs zur Übergabe der nagelneuen Räder gekommen waren.

Als erstes wurde jedes Kind mit Helm und Sicherheitsweste ausgestattet. Eins nach dem anderen durften sie schließlich ihre Räder holen.

Schüchtern nahmen die meisten ihr neues Gefährt entgegen, ließen es von Dorothea Wahles „bestem Mann“, wie Funcke es zuvor ausgedrückt hatte, an ihre Körpergrößen anpassen: Sattel hoch, Lenker runter. Noch ein paar letzte Tipps: „Nur im Fahren schalten, und immer zuerst die Hinterradbremse benutzen!“

Und dann ging es zur Proberunde auf dem Daume-Gelände. Sicher und mutig saßen sie alle in ihren Satteln, und spätestens jetzt, wo die Aufregung abgeebbt war, legte sich ein Strahlen über viele der kleinen Gesichter.

Nach und nach trudelten auch die fehlenden Kinder ein, bei manchen hatten die Eltern noch arbeiten müssen. Michael Funcke strahlte mindestens genauso wie die Kinder, als er am Schluss fast alle Räder persönlich übergeben hatte.



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