„Mobile Nachbarn“ bringen Bergisch Gladbach in Bewegung
18 Aug 2020

„Mobile Nachbarn“ bringen Bergisch Gladbach in Bewegung

1000 Fahrräder an Bedürftige vermittelt

Der „Mobile Nachbarn – Initiativen Verbund GL“, eine Kooperation ehrenamtlicher Fahrradwerkstätten in Bergisch Gladbach, hat seit Februar 2016 (Gründung des Standortes Schildgen) über eintausend gebrauchte Fahrräder einer weiteren Nutzung zugeführt. Diese wurden vorwiegend an bedürftige Mitbürger ausgegeben. Alle ursprünglich gespendeten Räder wurden zuvor von den Ehrenamtlern umfassend auf ihre Funktion und Verkehrssicherheit überprüft und dahingehen instandgesetzt.

„Stärkung und Weiterentwicklung des Ehrenamts, koordiniertes und zielgerichtetes Arbeiten in der gemeinsamen Sache und effektivere Nutzung des freiwilligen Engagements für Flüchtlinge und Bedürftige im Stadtgebiet Bergisch Gladbach.“ Diese Zielsetzung formulierten seinerzeit die ehrenamtlichen Radwerkstätten in den Ortsteilen Schildgen, Paffrath und Lückerath (heute aktiv an der städt. Flüchtlingsunterkunft in Heidkamp).

Alle drei Standorte wurden in Verbindung mit dem Flüchtlingszuzug seit 2015 als eigenständige Initiative oder als Arbeitsgruppe im Rahmen der lokalen Flüchtlingsinitiativen gegründet.

Seit Juli 2017 koordinieren sie sich unter der einheitlichen Marke „Mobile Nachbarn“ des Erzbistums Köln als „Mobile Nachbarn – Initiativen Verbund GL“. Durch die großartige Unterstützung mit zahlreich gespendeten Fahrrädern und durch eine stadtübergreifende Vernetzung konnte der Verbund zusätzlich sogar mehrere hundert unbearbeitete Räder aus seinem Spendenaufkommen an andere Projekte und Initiativen in Odenthal, Leverkusen oder Köln abgeben.

Die nachhaltige Unterstützung der Mobilität bedürftiger Mitbürger und dadurch der gesellschaftlichen Teilhabe und bei Flüchtlingen die Förderung der Integration sind die Zielsetzung. Ressourcenschonung durch Wiederverwertung und das aktive Vermitteln des Radfahrens als alternatives, kostengünstiges und ökologisches Konzept der Individualmobilität sind Kernkompetenzen dieses ehrenamtlichen Engagements.

Zur Verstärkung der Teams vor Ort werden aktuell weitere Hobby-Schrauber für alle drei Standorte gesucht. Technische Vorkenntnisse sind dabei nicht notwendig.