Mobile Nachbarn in Schildgen – viele große Ideen haben in einer Garage ihren Anfang genommen | stadtkonfetti.de
20 Sep 2016

Mobile Nachbarn in Schildgen – viele große Ideen haben in einer Garage ihren Anfang genommen | stadtkonfetti.de

von Katharina (Tinka) Rohlfing

Am Anfang hab ich gedacht, dass ich in diesem Artikel ein ganz schwieriges Thema aufgreife. Aber, wenn man genau drüber nachdenkt, ist es eigentlich ganz einfach. Und das haben Christiane Haenseler, Peter Donath, Thomas Weber, Rolf Büchel, Michael Funcke und andere Mitglieder der katholischen Herz-Jesu -Gemeinde in Schildgen gemacht. Sie haben aber eben nicht nur gedacht, sondern sie haben auch umgesetzt. Und zwar die Initiative Mobile Nachbarn in Schildgen.

Was steckt dahinter? Die Idee ist simpel. Sollte jemand sein altes Fahrrad nicht mehr benötigen, bringt er es zu den Öffnungszeiten (Samstags 10:00 – 12:00) zur Garage des Pfarrbüros an der Altenberger-Dom-Str. 140 in Schildgen. Dort wird es repariert und an jemanden für kleines Geld weitergegeben, der sich sonst keines leisten könnte. Zudem werden auch Helme, Schlösser, Luftpumpen, Kinderroller und Kindersitze ausgegeben.

Die Räder und das Zubehör werden zu kleinen Preisen an Hartz-IV-Empfänger verkauft, bzw. an Flüchtlinge gegen eine Schutzgebühr verliehen, da man die Räder in Schildgen halten möchte und viele Flüchtlinge in Zukunft den Wohnort wechseln werden. Die Flüchtlinge, die im „Haus Pohle“ wohnen, können den neu geliehenen Drahtesel direkt in dem von Mobile Nachbarn in Schildgen gebauten Fahrradcarport wettergeschützt anschließen. Unterstützung erhielt die Initiative z.B. von Stephan Klösel von Meister Eigen. Die Arbeit hat sich gelohnt.

[Dank auch an Oliver Grede und den Dachdecker-Meisterbetrieb Grede für Regenrinne und Fallrohr]

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